Was ist der Energieausweis

Der Energieausweis (Energieeffizienzzertifikat) ist die Erfassung des Energieverbrauchs eines Gebäudes — seine energetische Identität. Der Ausweis spiegelt den Vergleich mit einem idealen Gebäude gleicher Abmessungen wider. Aus diesem Vergleich ergibt sich die Energieklasse, wobei A+ die beste ist, gefolgt von A, B+, B, C, D, E, F, bis hinunter zur Klasse H, der energieintensivsten Gebäudekategorie.

Ein Energieausweis ist bei der Vermietung oder dem Kauf eines Gebäudes, Hauses oder einer Wohnung verpflichtend. Er ist außerdem für das Programm „Exoikonomo Kat' Oikon“ (staatliches Energiespar-Förderprogramm) erforderlich, das die energetische Sanierung von Wohnungen mit bis zu 70 % bezuschusst.

Gemäß den EU-Richtlinien müssen Gebäude in der Europäischen Union eine energetische Identität erhalten, in der der Energieverbrauch des Gebäudes an Strom, Erdgas, Heizöl und erneuerbaren Energiequellen erfasst wird.

Energieausweis — Seite 1

Oben rechts befindet sich die Identifikationsnummer des Ausweises. Anhand dieses Codes identifizieren Notare und das Finanzamt die Immobilie.

Es folgen die Nutzung und die allgemeinen Angaben zum Gebäude oder zur Wohnung: Nummer, Adresse, Postleitzahl, Baujahr, Wohnfläche und Name des Eigentümers.

Die Energieeffizienzbewertung von A+ bis H gibt die Energieklasse des Gebäudes an. In der Praxis ergibt sich der Wert aus dem Vergleich mit dem Referenzgebäude — dem idealen Gebäude mit den Abmessungen des eigenen. Klasse B bedeutet, dass unser Haus energetisch gleichwertig oder besser als das Referenzgebäude ist. Heute errichtete Gebäude müssen einen Energieausweis der Klasse B oder besser aufweisen.

Im unteren Teil der Bewertung wird der jährliche Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter detailliert aufgeführt — sowohl für das Referenzgebäude als auch für das bewertete Gebäude — zusammen mit Angaben wie den jährlichen Kohlendioxidemissionen.

Energieausweis — Seite 2

Die zweite Seite behandelt die genutzte Energie — Strom, Heizöl, Erdgas oder erneuerbare Energiequellen — und den Beitrag jeder Energieform zur Energiebilanz des Gebäudes.

Sie enthält außerdem eine Aufschlüsselung der für Heizung, Kühlung, Warmwasser, erneuerbare Energien und Beleuchtung verbrauchten Primärenergie (die Beleuchtung betrifft gewerbliche Nutzungen).

Der Energieinspektor gibt eine Empfehlung zur Verbesserung der Energieeffizienz ab — beispielsweise einen Vorschlag zur Außendämmung der Wände, mit Berechnung der Investitionskosten, der Amortisationszeit und der Primärenergieeinsparung.

Abschließend enthält der Ausweis die Angaben des Energieinspektors mit dessen Stempel und Unterschrift.

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